QMIW 2016

Symposium

Symposiumsthema QMIW 2016

Seit den sechziger Jahren ist im deutschsprachigen Raum eine zunehmende Diskussion zwischen Anhängern der qualitativen Vorgehensweisen und der quantitativen Messung wahrnehmbar. Beide Ansätze basieren auf unterschiedlichen Grundannahmen über die soziale Wirklichkeit. Während qualitative Ansätze an subjektiven, sinndeutenden Prozessen interessiert sind, unterstellen quantitative Annahmen eine objektiv fassbare Wirklichkeit. Dennoch repräsentiert der Methodendualismus einen Grundpfeiler der empirischen Forschung innerhalb der Sozialwissenschaften im Allgemeinen und der Wirtschaftswissenschaften im Speziellen. Qualitative und quantitative Ansätze stehen innerhalb des Forschungsprozesses in kontinuierlicher Interaktion zueinander.

Ein aktueller Trend innerhalb der Sozialwissenschaften scheint die vielversprechende Anwendung von Mixed-Methods innerhalb des Forschungsdesigns darzustellen. Der Ansatz versucht die Vorteile beider Paradigmen zu verschmelzen und somit deren jeweilige Nachteile zu mindern. Wir erachten die Verschmelzung der Paradigmen als eine vielversprechende Brücke zwischen quantitativen Methoden (Informatik) und qualitativen Methoden (Wirtschaftswissenschaften). Wir möchten deshalb das Thema in den Vordergrund der diesjährigen QMIW 2016 stellen.

„Mixed Methods – eine notwendige Modeerscheinung?“
Leo Gürtler

„The Study of Textual Data with Natural Language Processing“
Philipp Poschmann